Jugendverbände und andere Organisationen der Zivilgesellschaft sind deutschlandweit immer wieder Ziel von Angriffen verschiedener Gestalt, die eine Schwächung der Zivilgesellschaft bewirken sollen. Hier findest du einige Veranstaltungshinweise zu dem Themenbereich.
Habt ihr in eurem Stamm bereits einen solchen Angriff erlebt (z.B. indem in kommunalen Gremien eure Förderung hinterfragt wurde)? Beteiligt euch an der bundesweiten Umfrage:
Link zur Umfrage: https://de.surveymonkey.com/r/Angriffeaufjugendverbaende
Der Bundesjugendring führt eine bundesweite Erhebung über (rechte) Angriffe auf Jugendgruppen, Jugendverbände und Jugendringe durch. Der Bundesjugendring erhebt, wie viele und welche Art von Angriffen und Bedrohungen aktuell vorliegen und wie mit diesen umgegangen wird. Die Erhebung richtet sich insbesondere an die kommunale Ebene. Die Ergebnisse und mögliche Handlungsempfehlungen aus den Erkenntnissen werden anschließend zur Verfügung gestellt. Eine Teilnahme an der Umfrage dauert ca. 10 Minuten und ist bis zum 01.03.2026 über folgenden Link möglich: https://de.surveymonkey.com/r/Angriffeaufjugendverbaende. Wir bitten ausdrücklich um eure Teilnahme und die Weiterleitung der Umfrage an eure Kolleg*innen und Netzwerke vor Ort.
15.01.2026, 17.00–18.30 Uhr - Anmeldung
In dem Workshop wird der Leitfaden für gemeinnützige Organisationen von Zukunft Demokratie vorgestellt. Darin soll ein Überblick über wirksame Strategien und Gegenmaßnahmen bei Angriffen auf gemeinwohlorientierte Organisationen geboten werden. Wie sollte man sich verhalten, wenn eure Organisation in einer parlamentarischen Anfrage auftaucht? Sollte man auf Presseanfragen von Meinungsportalen antworten? Und wie bereitet man sich auf mögliche Angriffe auf Social-Media-Kanälen vor und mobilisiert man Solidaritätsbekenntnisse von Mitgliedern und Mitstreitenden? Der Leitfaden enthält eine Übersicht von gängigen Angriffsmethoden und Gegenmaßnahmen, sowie Kommunikationsempfehlungen inklusive Vorlagen.
21.01.2026, 17.30-19.00 Uhr - Anmeldung
Die Debatte um ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD wird schon seit Jahren geführt. Wie ist das Parteiverbot als Instrument der wehrhaften Demokratie ausgestaltet? Welche Bedingungen und Konsequenzen sind damit verbunden? Welche Erfahrungen bestehen in Vereinen und Verbänden mit einer Positionierung dazu? Lars Reisner vom Bundesjugendring geht auf diese Fragen ein und gibt einen Überblick über die Schritte bis zu einer solchen Positionierung, wie sie z. B. der DBJR mit dem Beschluss „AfD-Verbotsverfahren jetzt!“ vorgenommen hat.
26.01.2026, 17.00–18.30 Uhr - Anmeldung
NGOs und gemeinnützige Vereine, die sich für unsere Demokratie und Menschenrechte einsetzen, werden immer häufiger angegriffen. Seit wann gibt es das Anti-NGO Narrativ? Was sind zentrale Akteure und mit welchem Ziel verfolgen sie diese Strategie? Lorenz Blumenthal aus dem Team der Öffentlichkeitsarbeit der Amadeu Antonio Stiftung berichtet von seinen Erfahrungen mit den 551 Fragen an die Zivilgesellschaft, dem AfD-Antrag zum sofortigen Förderstopp, der Anfrage an alle Organisationen aus Zusammen für Demokratie und dem Antrag auf einen Untersuchungsausschuss zu Förderungen zivilgesellschaftlicher Akteure der AfD am 18.12. Welche Kommunikationsstrategien und Gegenerzählungen haben sich bewährt? Was hat funktioniert? Was hat nicht funktioniert? Und wie können wir gemeinsam besser zusammenarbeiten, dieser Delegitimierung demokratischen Engagements etwas entgegenzusetzen?